Klima und Ökologie
 

Ich erkenne an, dass sich unser Klima verändert und der Mensch mit seiner Zivilisation daran Mitschuld trägt.  Ich weiß auch, dass durch unfairen Handel und durch fehlerhafte Müllentsorgung  globale Schäden entstehen. Mir ist bewusst, dass der vermeintliche wirtschaftliche Erfolg durch billige Löhne im Ausland und die vermeintlich günstige Entsorgung von Müll  an fernen Orten keine Erfolgsmodelle sind. Im Gegenteil,  die Probleme die dadurch entstehen sind auch unsere Probleme! Unsere eigene Lebensweise vor Ort hat Einfluss auf unsere Umwelt. Eine vernünftige Verkehrspolitik, ökologisches Bauen, der bewußte Umgang  jedes Einzelnen u.a. tragen dazu bei um für unsere  Nachkommen eine lebenswerte Welt zu erhalten. Es muss uns gelingen, dass unser Bundesland und unsere Stadt 2050 als klimaneutral eingestuft werden. 

Handeln muss jeder in Eigenverantwortung, doch die Politik muss die Rahmenbedingungen schaffen! 

 

Wir haben den glücklichen Umstand, dass sich das Umweltbundesamt (UBA)  in unserer Stadt befindet. Dies muss vor Ort, aber auch in unserem Bundeland noch stärker eingebunden werden. Ich halte die aktuelle Zusammenarbeit  für dringend ausbaufähig.

In unserer Stadt und im Land Sachsen- Anhalt  muss  "Klima" ein wichtiges Thema sein. Dessau-Roßlau  bemüht sich,  bis zum Jahr 2050 Klimaneutral zu sein. Dies sollte auch für das Bundesland Sachsen-Anhalt  Ziel sein.

In  Dessau -Roßlau  sind die Temperatur seit 1881 im Durchschnitt um  1,4 °C pro Jahr gestiegen, der Grundwasserspiegle hat sich stetig abgesenkte und es gib stetig mehr Hitzetage  mit über 30° C . 

Seit 2010 besteht  ein kommunales Klimaschutzkonzept in unserer Stadt, woran sich entsprechende  Entscheidungen ausrichten.  Im Jahr 2019 schaffte es unsere  Stadt  das europäische Gütezertifikat Europan  Energy Award für die Nachhaltigkeit der Energie- und Klimaschutzpolitik von Gemeinden zu erhalten. Es  waren  europaweit über 1500 Gemeinden mit insgesamt ca.  50 Millionen Einwohnern beteiligt  und über 800 Gemeinden wurden zertifiziert.  Sollte sich nicht auch das Land Sachsen-Anhalt einen Klimaentwicklungsplan auferlegen?

So wie unsere Stadt einen Klimaschutzmanger hat, sollte  unser  Bundesland  Sachsen-Anhalt ein Klimaschutzmanagement betreiben.

Um das Ziel zu erreichen, im Jahr  2050 klimaneutral zu sein,  ist eine Klimaschutzanpassung erforderlich. Das Land sollte die Kommunen bestärken und fördern, klimabewußter zu agieren. 

Es wäre zu prüfen, ob ein Masterplan für Klimaneutralität zu erarbeiten wäre. 

Klimaschutz fängt immer vor Ort an. Trotzdem ist es notwendig  mit Fachämtern aus dem gesamten Bundesgebiet zusammenzuarbeiten und  somit Trends, Entwicklungen und Neuheiten in unsere Stadt und in unser Bundesland hineinzutragen.

Sämtliche Stadtplanungen  und Verkehrskonzepte sind nach Klimarelevanz zu bewerten um das Bewusstsein zur Klimaneutralität zu schärfen.

Ein  Versiegeln von Landschaft muss vermieden und eine verstärktere Aufforstung gefördert werden. Ökologisches Bauen mit hoher Energieeffizienz , mit  Gründächern und Fassadenbegrünungen sollte Maßstab für zukünftiges Bauen sein.  In Anlehnung an die Bauhausära sollten das Land Sachsen-Anhalt die Projektidee Bauhaus 2.0 aufgreifen und forcieren.

Für mich wäre es ein tolles Ziel, wenn das Land sich mit der Stadt Dessau-Roßlau, der Stiftung Bauhaus und dem UBA vor Ort mit Vorzeigeprojekten  und Innovationen präsentieren würden.

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